Warum ich mich für das 3T Extrema entschieden habe
Geschwindigkeit, Reifenvolumen und Vertrauen
Manchmal weiß man ziemlich schnell, was man nicht sucht. Als ich mich auf die Suche nach einem neuen Gravelbike gemacht habe, war eines sofort klar: Ich wollte keinen Kompromiss zwischen Geschwindigkeit und Reifenvolumen eingehen. Ich suchte ein Bike, das schnell ist, aber gleichzeitig wirklich breite Reifen zulässt. Keine extrem tiefe Rennposition, sondern ein Rad, mit dem ich schnell fahren, lange Tage im Sattel verbringen und auch dann Vertrauen behalten kann, wenn das Terrain rauer wird.
Mein vorheriges Gravelbike war ein OPEN U.P. 1.0. Noch immer eines der besten Gravelbikes, die ich je gefahren bin. Leichtfüßig, verspielt und überraschend schnell. Doch mit der Zeit veränderten sich meine Touren und mit Rennen wie den Dutch Masters und der Traka 360 auf dem Kalender begann mir etwas zu fehlen: die Möglichkeit, wirklich breite Reifen zu fahren, ohne Abstriche bei Stabilität und Komfort machen zu müssen.
Vom Allround-Gravelbike zum Offroad-Fokus
Den Großteil meiner Gravelkilometer fahre ich in meiner Umgebung auf dem Gravel in Overijssel. Viel Sand, viel Abwechslung und oft kombiniert mit Abschnitten von MTB-Strecken. Das verlangt nach einem Bike, das nicht nur komfortabel ist, sondern auch dann stabil bleibt, wenn das Tempo steigt und der Untergrund unberechenbarer wird.
Meine Suche verschob sich dadurch immer mehr in Richtung des offroad-orientierten Endes des Gravel-Spektrums. Nicht, weil ich langsamer fahren wollte, sondern weil ich merkte, dass mehr Reifenvolumen und ein ruhigeres Fahrverhalten mich in der Praxis effizienter machen. Weniger Korrekturen, mehr Vertrauen und eine konstantere Leistungsabgabe.
Warum das 3T Extrema für mich die richtige Wahl war
Das Extrema ist kein Gravelbike, das ein bisschen von allem können will. Es hat einen klaren Fokus: raues Terrain, breite Reifen und maximale Kontrolle, ohne dabei Geschwindigkeit aufzugeben. Das spürt man sofort in der Geometrie. Das Bike liegt ruhig auf dem Untergrund und fühlt sich sehr stabil an.
Die Möglichkeit, wirklich breite Reifen zu fahren, war für mich ausschlaggebend. Aktuell fahre ich 2.1 Schwalbe Thunderburts. Dieses Reifenvolumen bietet enorm viel Komfort und Grip, besonders auf langen Touren und in losem Sand. Mit der Traka 360 in diesem Jahr bin ich überzeugt, dass dies das richtige Setup ist.
Was mich positiv überrascht hat: Trotz des großen Reifenvolumens fühlt sich das Extrema nicht träge an. Es bleibt effizient und lädt dazu ein, Tempo zu machen – allerdings auf eine ruhige, kontrollierte Art und Weise.
Weniger verspielt, mehr Vertrauen und das ganz bewusst
Ganz ehrlich: Das Extrema fährt sich anders als mein vorheriges OPEN U.P. Das OPEN hatte einen sehr leichtfüßigen, verspielten Charakter – ein Bike, das dazu einlädt, mit Tempo und Linienwahl zu spielen. Diese Verspieltheit ist beim Extrema weniger ausgeprägt.
Dafür bietet es etwas, das für meine Art zu fahren wichtiger geworden ist. Das Extrema vermittelt mehr Ruhe, mehr Komfort und vor allem mehr Vertrauen, wenn das Terrain rauer wird oder die Ausfahrten länger dauern. Es fühlt sich verzeihender und weniger nervös an, insbesondere in Kombination mit breiten Reifen.
Für mich ist das kein Nachteil, sondern ein bewusster Tausch. Gerade auf langen Tagen und bei Rennen merke ich, dass ich konstanter fahren kann und weniger Energie verliere. Das Bike verlangt weniger Korrekturen und erlaubt mir, mich auf Tempo und Rhythmus zu konzentrieren, statt auf das, was unter mir passiert.
Bedeutet das, dass ich nie wieder ein verspielteres Gravelbike fahren würde?
Das würde ich keineswegs ausschließen. Ich bin überzeugt, dass ich mit einem leichten, direkten Gravelbike sehr gut zurechtkomme und daran auch viel Freude habe.
In meiner aktuellen Nutzung merke ich jedoch, dass mir das Extrema auf langen Tagen einfach mehr Effizienz bietet. Weniger Korrekturen, mehr Ruhe im Fahrgefühl und ein konstanteres Tempo sorgen dafür, dass ich Energie übrig habe, wenn es wirklich darauf ankommt. Gerade bei langen Distanzen, rauem Terrain und ausdauerorientierten Rennen wiegt das für mich schwerer als reine Verspieltheit.
Es ist keine Frage von richtig oder falsch, sondern davon, was in diesem Moment am besten dazu passt, wie und wo man fährt.
Mein Setup: abgestimmt auf meinen Einsatz
Meine Ausstattung ist sehr bewusst gewählt. Ich fahre einen 110-mm-Apto-Vorbau, da man damit etwas tiefer sitzt als mit dem MORE-Vorbau, ohne dass es extrem wird. In Kombination mit einem 38-cm-Aeroghiaia-Lenker fühlt sich die Position sportlich an, bleibt aber auch auf langen Touren entspannt.
Der Antrieb besteht aus SRAM Force XPLR 1x13 mit einem 48T Wolftooth-Kettenblatt: simpel, zuverlässig und perfekt für das Terrain, in dem ich unterwegs bin. Der Reform Seymour-Sattel sorgt dafür, dass ich auch nach langen Fahrten komfortabel sitze. Dazu fahre ich 9th Wave Sandstone Laufräder mit Schwalbe Thunderburt 2.1 Reifen.
Dieses Setup ist keine Blaupause für jeden, zeigt aber, wie wichtig es ist, ein Bike wirklich auf den eigenen Einsatz, den eigenen Körper und die eigenen Ziele abzustimmen.

No Limits Gloss
Ich habe mich bewusst für die No Limits Gloss Lackierung entschieden. Diese Ausführung hat ihren Ursprung in der Fabrik in Bergamo, wo hochglänzende Rahmen direkt aus der Lackstraße die Inspiration für dieses Finish lieferten.
No Limits Gloss ist keine klassische Lackschicht, sondern ein Hochglanz-Primer in Kombination mit dezenten, matten Logos. Dadurch bleibt die Carbonstruktur sichtbar und die Linien des Rahmens kommen besonders schön zur Geltung, ohne aufdringlich zu wirken.
No Limits Gloss ist eine ab Werk erhältliche Lackierung, die exklusiv über BikeSuperior verfügbar ist.
Intensiv nutzen, ohne das Bike zu vernachlässigen
Auch wenn ich mein Bike intensiv nutze und bei schlechtem Wetter fahre, gehe ich sorgsam damit um. Deshalb habe ich mich dafür entschieden, mein Fahrrad mit BikeProtector schützen zu lassen.
Das Bike ist mit einer Beschichtung sowie PPF an den kritischen Stellen versehen. Dank der Beschichtung lässt sich das Rad deutlich leichter reinigen, während die nahezu unsichtbare PPF vor Kratzern und Steinschlägen schützt. Für mich eine logische Wahl: Ich nutze mein Bike so, wie es gedacht ist, möchte aber trotzdem, dass es gut aussieht. Meiner Meinung nach eine klare Empfehlung, wenn man sein Bike auch bei intensiver Nutzung schön halten möchte.
Warum das Extrema auch für dich die richtige Wahl sein kann
Das 3T Extrema ist nicht für jeden und genau das ist seine Stärke. Dieses Bike passt zu dir, wenn du breite Reifen fahren möchtest, ohne auf Geschwindigkeit zu verzichten, wenn du viel auf rauem Gravel oder Sand unterwegs bist und wenn dir Komfort und Vertrauen wichtiger sind als ein extrem verspieltes Fahrgefühl.
Worauf du besonders achten solltest, sind Passform und Komponentenwahl. Das Extrema entfaltet sein volles Potenzial erst dann, wenn es auf deine Art zu fahren abgestimmt ist.
Bei BikeSuperior beginnen wir deshalb nie beim Rahmen, sondern immer mit der Frage: Wie fährst du? Meine eigene Entscheidung für das Extrema ist dafür ein gutes Beispiel. Nicht, weil es „das beste Gravelbike“ ist, sondern weil es für meine Art zu fahren das richtige ist.
Möchtest du wissen, ob ein 3T Extrema auch zu dir passt? Oder schwankst du zwischen verschiedenen Gravelbike-Typen? Wir helfen dir gerne beim Testen, Vergleichen und Zusammenstellen eines Bikes, das wirklich zu dir passt, bis hin zu Details wie Reifen, Cockpit und Sitzposition.
Manchmal liegt die richtige Entscheidung nicht darin, härter zu fahren, sondern klüger.
Stijn






