Pims Jaegher Hurricane FLX: klassische Optik, modernes Fahrverhalten
Von einer coolen Idee zur Realität: Pims Jaegher Hurricane FLX
Unser Kollege Pim hat eine Schwäche für klassische Fahrräder. Als sich herausstellte, dass er sich selbst eine Jaegher zusammenstellen durfte, wusste er eigentlich sofort, was er wollte: ein Bike mit einer echten klassischen Optik, aber mit dem Fahrverhalten seines modernen Gravelbikes. Inzwischen fährt er schon eine Weile seine Hurricane FLX, und wir haben ihn gebeten, auf den gesamten Prozess zurückzublicken.
Jaegher ist die belgische Marke, die seit kurzem bei BikeSuperior zu finden ist: Renn- und Gravelbikes, von Hand gebaut in einem Atelier in Gent, aus rostfreiem Stahl. Jeder Rahmen wird vollständig nach Maß gefertigt, von der Geometrie bis zum Finish, genau um den Fahrer herum, der ihn fahren wird.
Seine erste Begegnung mit Jaegher war auf der Fahrradmesse in Düsseldorf. Die Wahl des Modells stand danach schnell fest: die Hurricane, wegen der klassischen Optik und der Möglichkeit für breite Reifen. Zu dem Zeitpunkt fuhr Pim ein OPEN U.P. (1.0). Das verspielte Fahrverhalten wollte er unbedingt beibehalten, kombiniert mit etwas moderneren Möglichkeiten wie breiteren Reifen. "Die klassische Optik, das Material und die handwerkliche Art der Fertigung haben mich sofort angesprochen," erzählt Pim.

Vollständig custom, bis ins Fahrverhalten
Bei Jaegher wird jeder Rahmen mit einer vollständig individuellen Geometrie gebaut, nicht anhand einer Standard-Größentabelle. Was dieses Projekt für Pim anders macht als seine früheren Fahrradprojekte, geht über die Komponenten hinaus. Auch die Maße und das Fahrverhalten sind vollständig auf ihn abgestimmt. Als Ausgangspunkt für die Geometrie nahm er sein OPEN U.P. (1.0), auf dem er bereits gut saß. Ein Bikefit bei BikeSuperior, durchgeführt von unserem Kollegen Jasper, ermittelte die Maße, die er brauchte, um die richtige Sitzposition zu bestimmen und sicherzustellen, dass alles passte.
"Weil der Designer wirklich auf meine Wünsche gehört hat, ist das Bike genau so geworden, wie ich es mir vorher gewünscht hatte," sagt Pim. "Beim Besprechen der Maße haben wir noch ein paar Anpassungen vorgenommen, um das Fahrverhalten noch besser abzustimmen."
Normalerweise liegt Pim zwischen dem, was bei den meisten Marken Größe 56 und Größe 58 wäre, genau die Art von Zwischengröße, bei der man bei einem Standardrahmen immer einen Kompromiss eingehen muss. Dank der individuellen Geometrie von Jaegher war das diesmal nicht nötig: Seine Hurricane FLX bekam die Oberrohrlänge einer Größe 58 kombiniert mit dem Stack einer Größe 56. Genau die Kombination, die zu seinem Körper passt, statt der nächstgelegenen Standardgröße.

Vom Bikefit zum handgeschweißten Rahmen in Gent
Nach dem Bikefit und den ersten Gesprächen über seine Wünsche ging der welding plan an das Atelier von Jaegher in Gent, wo der Rahmen Stück für Stück von Hand geschweißt wurde. Für Pim war das ein besonderer Teil des Prozesses: bei jedem Rohr, jedem Winkel, jedem Maß mitzudenken. Das Ganze Schritt für Schritt entstehen zu sehen.
Sobald der Rahmen zurückkam, baute Pim das Bike selbst mit den Komponenten auf, die er gewählt hatte. Als Mechaniker bei BikeSuperior konnte er das natürlich problemlos selbst. Vom ersten Gespräch bis zum fertigen Bike dauerte der gesamte Prozess mehrere Monate. Ein individuelles Bike wie dieses ist daher auch kein Projekt, bei dem man es eilig haben sollte: Jeder Schritt bekommt die Zeit, die er braucht, um richtig gemacht zu werden.

Modern classic in Candy Copper
Auch bei Farbe und Finish hatte Pim völlige Freiheit. Das Design hatte er eigentlich schon eine Weile im Kopf: ein modern classic Look, nicht zu auffällig, aber auch nicht langweilig. Bei der Farbe schwankte er zwischen British Racing Green und Candy Copper. Weil Grün bei Fahrrädern häufiger vorkommt, entschied er sich letztendlich für Candy Copper, eine Farbe, die zudem perfekt zum lackierten rostfreien Stahl passt.
"Ein classic Look mit modernen Specs," fasst Pim die Optik seines Bikes zusammen. Genau die Balance, nach der er gesucht hatte.

Campagnolo, Cane Creek und Rene Herse
Beim Aufbau fiel Pims Wahl schnell auf die neue Campagnolo Record X Gruppe mit Bora X Laufrädern, eine Kombination, die perfekt zur klassischen Optik passt, die ihm vorschwebte. Campagnolo war schließlich eine große Marke in den früheren Jahren des Radsports. Dazu wählte er einen Cane Creek HCR Vorbau, mit klassischer Optik, aber dennoch geeignet für interne Leitungen, kombiniert mit einem 3T Lenker.
Für die Reifen entschied er sich für den Rene Herse Semi-Slick. "Durch die Kombination aus glattem Laufflächenprofil und hoher Seitenwand ist das ein Reifen für jedes Terrain," so Pim. Die Skinwall-Seitenwand macht den klassischen Look komplett. Als Centerpiece seines Aufbaus nennt er vor allem die neue Campagnolo Record X Gravelgruppe: "Die hat wirklich einen riesigen Schritt gemacht, und das gefällt mir sehr gut."

Erster Eindruck und erste Fahrt
Als das Bike fertig war, stimmte das Bild sofort mit dem überein, was Pim sich vorher vorgestellt hatte. "Das Bild ist vollständig," sagt er dazu. Vor allem die klassische Optik fühlte sich sofort wie sein eigenes Bike an.
Auch bei den ersten Metern stimmte das Gefühl sofort. "Ich habe sofort gespürt, dass dieses Bike für mich gemacht wurde," erzählt Pim. "Die Sitzposition stimmte sofort. Das verspielte Fahrverhalten war direkt spürbar." Was ihn vor allem überraschte, war der Komfort: noch besser als bei seinem vorherigen Gravelbike, während sich das Bike gleichzeitig schnell und verspielt anfühlt.

Von einer coolen Idee zur Realität
Für Pim bedeutet dieses Projekt vor allem eines: sein Traumbike Wirklichkeit werden zu sehen. "Jede Fahrt ist ein Fest," sagt er. "Ich sitze wunderbar darauf. Es fährt wie verrückt." Seine Wunschliste ist inzwischen vollständig abgehakt. Wie Pim es selbst am besten zusammenfasst: von einer coolen Idee zur Realität.
Neugierig, ob eine Jaegher auch zu dir passt? Komm vorbei oder nimm Kontakt mit uns auf, wir denken gerne mit dir mit.






